Das Bild der Schlange, die ihren eigenen Schwanz frisst, gemeinhin als Ouroboros bekannt, tauchte schon Jahrhunderte vor der offiziellen Gründung der Illuminaten auf. Es ist eine der frühesten Darstellungen des universellen Gleichgewichts im Ewigen Kreis und wird mitunter in Form der Unendlichkeit dargestellt.
Obwohl dieses Bild destruktive Assoziationen hervorrufen mag, muss man den Ouroboros im Kontext vormittelalterlicher Glaubensvorstellungen verstehen. In der Mythologie vieler früher Kulturen galten Schlangen als Symbole ständiger Selbstverbesserung. Dies verweist auf die Fähigkeit der Schlange, ihre Haut abzuwerfen und als dasselbe Wesen in neuerer und besserer Form wiedergeboren zu werden.
In den Ritualen der Illuminaten steht der Ouroboros für den Kreislauf des Lebens: den Lebenszyklus der Menschheit, der sich in ständiger Erneuerung wiederholt. Er symbolisiert die Vergänglichkeit des Lebens – die unumstößliche Wahrheit, dass alles Leben mit dem Nichts beginnt und am selben Ort endet, an dem es begann. Alle Menschen sind aus Staub geboren und zum Staub kehren sie zurück.





